
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Dinslaken hält an einer Bebauung der Flurstraße in Eppinghoven fest. Aus ihrer Sicht sollte die Entscheidung auf Grundlage einer gesamtstädtischen Betrachtung und der vorliegenden Gutachten getroffen werden.
Bereits im Handlungskonzept Wohnen aus dem Jahr 2019 wurden Potenzialflächen für die Wohnbebauung ermittelt, die nach Abwägung aller relevanten Belange als stadtverträglich eingestuft worden sind. Der Bedarf an Wohnbauflächen besteht weiterhin in allen Stadtteilen Dinslakens. Die Bauleitplanung schafft dabei lediglich die Voraussetzungen für eine Entwicklung; die tatsächliche Umsetzung hängt von Investoren und Bauinteressenten ab. Deshalb ist es wichtig, ausreichend geeignete Flächen für den Wohnungsbau in Dinslaken vorzuhalten. In den gesetzlichen Verfahren der Bauleitplanung, insbesondere bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, werden sämtliche Belange sorgfältig gegeneinander abgewogen. Die vorliegenden Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass eine stadtverträgliche Entwicklung an der Flurstraße möglich ist.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Kobelt betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Transparenz und Verlässlichkeit in der Stadtentwicklungspolitik: „Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf, nachvollziehen zu können, auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden. Gleichzeitig benötigen Investoren und Bauinteressenten Planungssicherheit, damit sie sich für den Standort Dinslaken entscheiden.“
Vor der Entscheidungsfindung hat die gesamte SPD-Fraktion einen Ortstermin an der Flurstraße wahrgenommen, um sich nochmals ein unmittelbares Bild von der Situation vor Ort zu machen. Die Eindrücke und die unterschiedlichen Aspekte sowie Interessenlagen wurden innerhalb der SPD Fraktion intensiv diskutiert und sorgfältig abgewogen.
Im Anschluss daran hat die Fraktion am Montagabend in einem ausführlichen Gespräch mit der Bürgerinitiative Grüne Lunge Eppinghoven ihren Standpunkt dargelegt und die Gründe erläutert, weshalb sie die Entwicklung der Fläche weiterhin für richtig und notwendig hält. Der offene und transparente Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern bleibt aus Sicht der SPD ein wichtiger Bestandteil des weiteren Verfahrens.
Die von Anwohnern angesprochene Verkehrsproblematik an der Engstelle der Flurstraße nimmt die SPD-Fraktion ernst. Nach Auffassung der Fraktion ist es jedoch Aufgabe der Stadtverwaltung, hierfür geeignete verkehrliche Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Mögliche Probleme im Bereich der Verkehrsführung dürfen einer grundsätzlich stadtverträglichen Wohnbauentwicklung nicht entgegenstehen, sondern müssen im weiteren Verfahren sachgerecht gelöst werden.
Bei allen Potenzialflächen gibt es unterschiedliche Interessen und Betroffenheiten. Dennoch sollten die grundsätzlichen Stadtentwicklungsziele und das beschlossene Handlungskonzept Wohnen als verlässlicher Rahmen für die weitere Planung im Vordergrund stehen.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die SPD-Fraktion dafür aus, die Planungen für eine Bebauung an der Flurstraße weiterhin zu verfolgen und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern transparent fortzuführen.